* * * Die Schwarze Sünde * * *
Gateau Chocolat, die schwarze Sünde, Tortina Chiocolata, warmes Schokoladentörtchen, die dunkelbraune Verführung. Es gibt sicher noch mehr Synonyme, für dieses traumhafte, zart auf der Zunge schmelzende, Schokoküchlein.
Ich muss Zugeben es hat lange gedauert bis ich mich herangetraut habe, jetzt endlich, wage ich mich, vorsichtig, mit dem Satz an die Öffentlichkeit: “ Ich glaub’, jetzt hab’ ichs’! Wenn gleich die Bedingungen, das dieses Törtchen unter Live – Bedingungen, (sprich Gäste), gelingt, ungleich höher liegen. Unzählige Rezepte habe ich im „Netz“ gesichtet, ganze drei sind übrig geblieben, eines habe ich rausgefischt . . . .Und fast alles falsch gemacht. (Obwohl es scheinbar so einfach ist). Ich habe 50g Vairhona Schokolade 70% , mit 50g Steirischer Bergbauernbutter, im Wasserbad, (nicht über 38 Grad), mit dem Schneebesen glatt gerührt. Danach einige klein Förmchen ausgebuttert, und mit Kristallzucker,
ausgekleidet. Ein ganzes Ei, und ein Eidotter, (von überglücklchen Hühnern), mit einem gestrichenen Esslöffel Kristallzucker, und einem Teelöffel Mehl, von Hand so lange aufschlagen, das die Mischung dicker und etwas heller wird.( Da machte ich meinen ersten Fehler, besser ist es das Mehl erst nach dem Aufschlagen, hineinzusieben, und vorsichtig unter die Masse zu heben. Wenn man bis jetzt noch nicht die Nerven verloren hat, nehme man die Schokoladen – Butter -Mischung, (die bei mir inzwischen gestockt ist), habe sie vorsichtig wieder, im Wasserbad,
glatt gerührt, und sie sogleich mit einem dünnen Rinnsal in die Ei – Zuckermasse, hineinlaufen lassen,
und mit dem Schneebesen eingerührt. Jetzt kam ein Förmchen in den Kühlschrank, (das ist ja das tolle, man kann alles vorbereiten, sogar einfrieren, und wenn man es braucht, sofort in den Ofen Schieben). Das Zweite Förmchen ging freiwillig in das Backrohr, und harrte in der mittleren Etage für 6 Minuten bei 230 Grad aus, um anschließend, mit großem „Hallo“, verkostet zu werden. So in etwa stellte ich es mir vor. Es kam ganz anders. Die Oberfläche, war nach 6 Minuten Garzeit glänzend, und es war nichts aufgegangen. Ich dachte mir vielleicht sollte es so sein. Beim Stürzen kam das Disaster, die Masse floss wie ein dicker Schokobrei heraus. GGGRRRRRRRRRRR.
Also nochmals das Reserve Förmchen aus dem Kühlschrank geholt, rein in den Ofen, und nochmals länger, in die Hitze. Dieses mal neun Minuten. Und siehe da, Es ging leicht über den Rand auf. Übrigens habe ich die Reste vom ersten nochmals in die Form gelöffelt und nochmals etwas länger in die Röhre schauen lassen. Das Ergebnis, es ging auch auf, da ich am Testen war, lies ich es ca. 12 Minuten drin. Das war eindeutig zu lange, es war Feucht, aber innen drinnen nicht mehr flüssig. Außerdem kam ein wenig Ei – Geschmack durch. Was habe ich daraus gelernt. Je nach Förmchengröße, Mehltype, Eigröße, und Raum bzw. Ofentemperatur, ist ein Ausprobieren der Garzeit unabdingbar. Ich würde behaupten das Förmchen unter Aufsicht erst dann herausnehmen, wenn es gerade etwas
über den Rand gestiegen ist. Die Gäste können kommen, ich traue mich.


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